ICCCR (105 von 171)
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ICCCR (141 von 171)
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Vorwort :

Wir schreiben das Jahr 2012, was liegt dem Liebhaber französischer Mobilitätskultur näher als Familie, Freunde und eigenes  Wohlbefinden ?

Nichts mehr, als  die Teilnahme am 15th INTERNATIONAL CITROEN CAR CLUBS RALLY -  Event in Yorkshire ,  UK,  kurz ICCCR.

Mit “UK” sprechen wir hier natürlich vom  Vereinigte Königreich !

Es steht ein harmonisches Treffen unter Gleichgesinnten , umgeben von  herrlicher Landschaft, der Vorfreude auf gepflegte kulinarische Betreuung, britisch organisierter Eventplanung  und dem Genuss einer An- und Abreise im besten aller Automobile in Aussicht.

Kann die Welt mehr erwarten ?

 

Zurück zur Realität,

 

unsere Teilnehmerliste war schnell geklärt, nach der in überaus positiver Erinnerung gebliebenen Luxemburg Tour in der Pfingstwoche, resultierte  die Teilnehmerliste, mit Ausnahme von Barbara und Jens , in folgender Aufstellung,

Anna & Ingo, DSuper

Sabine & Fiona & Tom, DS21 Prefecture

Norbert , AK400

Andreas, Ds21IE

 

Auf Grund der nicht unerheblichen Wegstrecke, entschieden wir uns für die  Fährpassage Rotterdam - Hull. Hunderte von Meilen auf englischen  Straßen mit der damit verbundenen Belastung, für Fahrer und Fahrzeuge, konnten entfallen, man schlief in einer Kabine, kam ausgeruht in der Nähe des Zielgebiets an und hatte natürlich noch alle Möglichkeiten der Kontaktaufnahme zu ICCCR – infizierten Anreisenden. Anmeldungen, Buchungen und so weiter liefen über  Internet, die vorbildlich gestaltete Webseite der Organisatoren aus Harrogate, dem Veranstaltungsort,  hielt uns auf dem Laufenden.

Alles in bester Ordnung , so schien es. Ich hatte nicht Problemen aus den eigenen Reihen gerechnet, die  IE hatte aber wohl Vorbehalte und wollte Partout einen Strich durch meine Planung machen. Frankreich und England sind nun mal ein vermeintlich schwieriges Terrain. Es stellte sich schon Wochen vor der Fahrt ein zunehmender Kühlmittelverlust zwischen Motorblock und Zylinderkopf in Richtung Spritzwand ein. Ärgerlich aber behebbar, Zeit genug…

In den nächsten Wochenfolgte  ein nervenaufreibender Instandsetzungsmarathon und das, bei beruflicher Vollauslastung. In Stichpunkten, Ansaugspinne ab, Zylinderkopf runter, Fehlersuche, Maschine raus, Laufbuchsen neu eingeschliffen, Maschine zusammen, Einbau und … erneuter Wasserverlust, Ansaugtrakt runter, Kopf runter, planen, Fehlerdiagnose, Montage und Testlauf, fertig, alles gut.

Noch eine Woche bis zur Abfahrt.

Raus aus der Garage, LHM – Pfütze vorne rechts und tropfendes Motoröl …  längs hingeschlagen und Ohnmacht.

Diagnose, Federzylindermanschette gerissen und Undichtigkeit einer Verschraubung im Bereich Ölpumpenwelle / Verteilerantrieb. Die IE hat an dieser Stelle, konstruktionsbeding durch die Ansaugstutzen,  hier keinen Verteiler, das Spiel der Antriebswelle ( ja noch vorhanden, aber ohne Aufgabe) wird hier mit Schraube und Kontermutter (PVC) eingestellt. Diese war undicht.

Was tun?

Es blieb mir nur der Weg in die Werkstatt, für Eigeninitiativer hatte ich einfach keine Zeit. Anruf, Klärung des Problems, Frage nach Machbarkeit, max. 7 Tage Zeitfenster. Antwort, kein Problem ! Es kehrt Beruhigung ein. Der weitere Ablauf nochmals in Stichpunkten,

Dienstag, Abholung durch die Werkstatt, Wagen nicht fahrbereit

Mittwoch, abwarten

Donnerstag, Nachfrage, Antwort Werkstatt > alles im grünen Bereich

Freitag, Nervösität, erneute Nachfrage, Antwort Werkstatt  > Chef wird heute 100, haben aber alles im Griff

Samstag, niemand erreichbar

Sonntag, privater Anruf, Werkstatt > ja, heute im Laufe des Nachmittags (!)

Montag, bin im Dienst, Anruf, Wagen steht auf dem Hof – Entspannung tritt ein

Dienstag, Abholung mit Tom, er fährt vor, ich mit dem Dienstwagen hinterher…

nach 10 km Rauchentwicklung im Motorraum, Tom muss anhalten, Diagnose: Feststellbremse zu stramm, Problem schnell gelöst, Testfahrt auf der Autobahn, jeder Schaltvorgang und Lastwechsel wird mit blauer Rauchfahne quittiert, bin beunruhigt, trotzdem wird die DS reisefertig gemacht

Mittwoch, Tag der Abreise

 

Auf nach England!

Treffpunkt, eine Raststätte an der A3 bei Oberhausen, Tom und Familie treffen ein und wir warten gemeinsam auf Anna, Ingo und Norbert. Das Telefon meldet sich, Ingo steht im Stau auf der A2 und Norbert ist bereits 1 mal außerplanmäßig havariert, Zündspule defekt – es fängt gut an. Gott schütze das ehrbare Handwerk, denke ich bei mir. Wenn schon die in Meisterhand befindlichen Wagen ausfallen…

Mit Verspätung geht es dann doch noch los, Richtung Rotterdam, unser Zeitfenster ist zum Glück großzügig geplant.  Schrittmacher wird Norbert mit seinem Weltreisefahrzeug. Im Laufe der Kilometer bläut es immer weniger beim Lastwechsel, meine Stimmung hellt auf. Der nächste Schreck ereilt uns nach der ersten Pause, die AK will nicht anspringen, hatten wir das nicht schon einmal? Rücktausch der Zündspule und der Motor läuft wieder, eigenartig, wohl ein  thermisches Problem. Ab hier bleibt der Motor bei jedem Zwischenstopp, bis Rotterdam, an!

   

Ankunft am Terminal, Klärung der Formalitäten, Einreihung in die Warteschlange, Fotos,  Konversation mit Leidgenossen,  wir verschwinden im Bauch der  „Prince of Rotterdam „  und nehmen die angewiesenen Parkpositionen ein. Das Deck ist zum Großteil mit Citroen – Modellen  aller Schaffensperioden bestückt, Ingo könnte nur noch fotografieren, aber wir müssen raus, Sicherheitsbestimmungen greifen.

Kabinen werden gesucht und gefunden, das Gepäck aus der Hand, Verabredung zum Smalltalk bei einem Getränk und Pause, die Eindrücke des Tages waren und sind anstrengend genug gewesen. Die Aussicht durch die Salznebelverschmierten Kabinenfenster passt ideal zu meiner inneren Unruhe, ob der Wagen wohl durch hält. Mitfahrer können ja so beruhigend  wirken.  Die nächtliche Überfahrt ist unspektakulär, Uhr umstellen und Augen zu. Apell „ All Hands on Deck „ ein Scherz. Wecker klingelt, Borddurchsagen, Aufstehen, Wasser ins Gesicht, Tasche packen, Frühstück, Gedränge an allen Ecken und Enden, wie gemütlich. Ich schlage die Zeit tot, die Einfahrt in den Hafen dauert gefühlt ewig, noch länger die Freigabe der Parkdecks. First in - First out, Geduld, gleich haben wir festen Boden unter den Rädern. Vor uns liegen 80 Meilen bis Harrogate, da gab es mal einen Songcontest  (1982) mit deutscher Beteiligung, jetzt nach 30 Jahren sind wir hier, allesamt keine Sänger mit Ambitionen. Die Fahrt zum Veranstaltungsort  wird von idealem Wetter begleitet, sind wir vielleicht am  falschen Ort?

Die Anfahrt  vor Ort verläuft  besser, als gedacht, kaum Wartezeit und an den Zufahrten auf das Gelände keine Schlangen, wir bekommen den unvermeidbaren ICCCR Aufkleber, werden freundlich willkommen geheißen.

Die Suche nach einem geeigneten Platz für Zelt und  Citronetten endet mit einem Glücksgriff. Eine Woche vor Veranstaltungsbeginn wurde die Region von heftigen Unwettern heimgesucht, große Areale sind immer noch  abgesperrt, verschlammt und nicht nutzbar. Wir belegen den Teil einer höher gelegenen Wiese, welche trockenen Untergrund und genügend Abstand zu den vollgestopften Bereichen in der Nähe der „Aktivitäten „ bietet. Wir sind dem Trubel nicht zu nah und haben dennoch einen Blick über einen weiten Teil des Geländes. Die Belegung ist überschaubar. Man könnte einfach nur im Campingstuhl sitzen und entspannen, der Trubel ist weit entfernt.

Die Autos bilden eine kleine Wagenburg, Zelte und Pavillon werden aufgestellt, neben uns Teilnehmer aus den Niederlanden und Belgien, es gibt wenig Kontakt, die Niederländer machen sich einen Spaß daraus die IE von unten zu begutachten, warum  auch immer. Zeit, die Lebensmittelversorgung in die Hand zu nehmen, einer der vollausgestatteten Supermärkte liegt direkt am der Zufahrtstrasse der Campsite. Alle notwendigen Dinge können beschafft werden, mit Ausnahme von Spiritus für meinen Kocher. Selbst Baumärkte tun sich schwer, 0,5l Flaschen zum Preis von LHS. Nach der Rückkehr steht ein Rundgang an, Fahrzeuge, soweit das Auge reicht, alle Modelle, vom Kettenfahrzeug über LKW  bis hin zu allen Schattierungen von Umbauten, teuren Einzelstücken und so weiter  - endlos. Bekannte von Norbert und Ingo schauen vorbei, kleiner Umtrunk, Erfahrungsaustausch, weg sind sie wieder.

Abends wird gegrillt, der sich androhende Sonnenbrand  zur Kenntnis genommen und es wird spät.

Der nächste Tag beginnt mit einer Iron – Man Disziplin, im Sanitärwagen gibt es weder Licht noch warmes Wasser, die Generatoren laufen nicht. Norbert ist eisern, ich könnte unter der Dusche tot umfallen. Es folgen Frühstück und Besichtigung der Verkaufs und Ausstellungshallen, hier sieht man bekannte Händler und unbekannte Citroen Prototypen. Der im Veranstaltungsplan gelistete Clubstand findet sich nicht auf Anhieb und zeigt sich später als relativ verwaiste und in meinen Augen vertane Möglichkeit zur seriösen Darstellung eines Markenclubs.

Zurück an der Wagenburg gibt es ein herzliches  Wiedersehen mit Mark Lewis, angereist mit Kind, Kegel und der Offroad - Ente, die wir in Luxembourg kennen lernten. Wer wollte, durfte Probe fahren. Es wird wieder sehr spät, Grill, Gespräche und Whisky laufen problemlos bis in die späte Nacht.

Letzter Tag für mich, die Fähre wartet am Abend, Sonntag Ankunft in Rotterdam, dann ab  ins Ruhrgebiet. Bedauerlicherweise habe ich habe Montag wieder Dienst. Die Mitfahrer haben es da besser, einen Tag länger vor Ort und im Anschluss noch einen Kurzurlaub in Yorkshire, beneidenswert. Die Verabschiedung, nach einem letzten Rundgang, kurz und schmerzlos. Wir haben ja weiterhin Kontakt. Die Rückreise ist ein Spiegelbild der Hinfahrt, das Wetter ist toll, der Wagen hat sich beruhigt, die nächste Tour kann kommen.

Full Event sei Dank!

Mein Dank geht an die Teilnehmer, harmonischer hätte es nicht sein können und einen Bilderlink gibt es auch wieder.

 

 

Andreas