da sich abbrechende Blinkerschalter bei den Klagemauer-Modellen, aufgrund der nur durch kraefiges Ziehen des Blinkerhebels in Richtung Fahrer zu betaetigenden zweiten Hupstufe, haeufen, hier mal eine Repraturanleitung, die ueber das alleinige - und meist zunaechst auch helfende - Verkleben mit Epoxid-Harzen hinausgeht.

Zunaechst das uebliche Schadensbild des abgebrochenen Hebels. Der Hebel hat sich mitsamt des ihn eigentlich halten Kunststoffroehrchens vom Kugelkopf des Blinkerschalter-Mechanismus geloest:

 

Fuer die dauerhafte Reparatur ist der Schalter zu zerlegen. Das geht weitaus einfacher als beispielsweise die Zerlegung eines Lichtschalters, bei dem einem allerlei Feder bei der Zerlegung entgegen springen.

 

 

 

 

 

Schliesslich gelangt man so an das eigentlich beschaedigte Teil, den Kunststoffkugelkopf mit der hier bereits auf der rechten Seite fehlenden Huelse, in die der Blinkerhebel eingesetzt ist. Der Kugelkopf enthaelt in Verlaengerung des Blinkerhebels noch ca. 5 mm "Fleisch" in das nun ein M5-Gewinde geschnitten wird.

 

Wir benoetigen nun einen "neuen", laengeren Blinkerhebel. Hierfuer eigenen sich uebliche, verchromte Grillzangen mit 5 mm Rohrstaerke:

 

Die Grillzange wird entsprechen abgelaengt (am besten erst mal nur auf einer Seite) und ein M5-Aussengewinde ueber ein Ende geschnitten. Die Laenge des Gewindes soll die erwaehnten 5 mm im Kugelkopf plus etwa 13 mm entsprechend der Laenge des uerspruenglich dort befindlichen und eben abgebrochenen Kunststoffroehrchens betragen.

 

Die Funktion der Huelse uebernimmt ein Messingzylinder mit 13 mm Hoehe und 8 mm Durchmesser, in den ein durchgehendes M5-Gewinde eingeschnitten wird:

 

Ein Test mit einer M5-Schraube, die durch die Huelse und das Gewinde im Kugelkopf gedreht wird, ueberzeugt von der Festigkeit der Konstruktion! Hier reisst kein Hebel mehr ab!

 

So sieht das ganze dann fertig aus. Die Kontaktflaeche zwischen Messinghuelse und Kugelkopf kann man noch mit Epozidharz verkleben (und die Huelse anschliessend schwarz lackieren).

 

Das obere Ende des Hebels versieht man an entsprechend ablgelaengter Stelle ebenfalls mit einem M5-Aussengewinde und schneidet ein solches (als Innengewinde) auch in den Betaetigungskopf, nachdem man den alten Hebel komplett herausgezogen hat (dazu zunaechst das Klaeppchen auf der Rueckseite entfernen). (Das Bild zeigt noch einen nach alter Sitte nur mit Epoxidharz am Kugelkopf geflickten Hebel):

 

Der Betaetigungsknopf selbst laesst sich noch mit feinem Schleifpapier nass reinigen, mit Kunstsoffgrundierer grundieren und schliesslich schwarz lackieren. Die zuvor ausgekratzen Symbole lassen sich nach Trocknung des schwarzen Lacks dann mit Deckweiss fuellen...

 

von Thomas Held.